Christstollen backen: warum er wochenlang liegen muss
Christstollen wird im Oktober gebacken, nicht im Advent: warum die Reifezeit nötig ist, was die Butter-Zucker-Schicht leistet und wie er richtig gelagert wird.
Die Gerichte, die günstig satt machten: Sonntagsbraten, Eintöpfe, Resteküche und Kuchen aus alten Kochheften — mit den Originalmengen und dem, was man heute anders macht.
Christstollen wird im Oktober gebacken, nicht im Advent: warum die Reifezeit nötig ist, was die Butter-Zucker-Schicht leistet und wie er richtig gelagert wird.
Plätzchenteig nach der alten Regel: ein Teil Zucker, zwei Teile Butter, drei Teile Mehl – mit Mengentabelle, sechs Varianten aus einem Teig und den häufigsten Fehlern.
Zwetschgenkuchen wie früher: warum der Zucker erst nach dem Backen daraufkommt, was Semmelbrösel unter den Früchten leisten und wie die Zwetschgen gelegt werden.
Semmelknödel wie früher: warum altbackene Brötchen das Original sind, wie lange die Masse ziehen muss und warum das Wasser nur ziehen darf.
Rotkohl wie früher: warum Essig die Farbe hält, was der Apfel leistet, weshalb er über Nacht besser wird und woher der Name Blaukraut kommt.
Sauerbraten wie früher: warum gebeizt wurde, wie die Beize angesetzt wird, wie lange das Fleisch liegen muss und woran man die Region an der Sauce erkennt.
Kartoffelklöße wie früher: die drei Grundformen, warum sie im siedenden statt kochenden Wasser garen, wozu der Probekloß dient und was die Semmelwürfel leisten.
Zwiebelkuchen wie früher: warum die Zwiebeln gedünstet statt gebräunt werden, Hefeteig oder Mürbeteig im Vergleich und was beim neuen Wein zu beachten ist.
Frikadellen wie früher: warum altbackenes Brötchen statt Semmelbrösel bindet, wie kräftig gewürzt wird und warum Hackfleisch vollständig durchgaren muss.
Quark selber machen wie früher: warum heutige Milch nicht mehr säuert, sondern verdirbt, wie zwei Esslöffel Joghurt das Problem lösen und was aus der Molke wird.
Gekocht wurde nach dem, was da war und was der Geldbeutel hergab. Daraus entstand eine Küche, die mit wenigen Zutaten auskommt, Reste selbstverständlich mitverwendet und ohne Spezialgerät funktioniert. Genau das macht diese Rezepte heute wieder attraktiv.
Wir arbeiten mit Originalvorlagen aus Kochbüchern und Rezeptheften der Zeit. Jedes Rezept nennt die historische Angabe und daneben die heutige Umrechnung — denn ein «Kaffeelöffel voll» oder «Butter in Walnussgrösse» hilft am Herd nur bedingt weiter.
Bei Garzeiten für Fleisch und Geflügel und bei rohen Eiern in ungekochten Speisen weichen wir von den alten Angaben ab und nennen die heutigen Empfehlungen. Alles andere lassen wir so, wie es überliefert ist.
Meistens nicht. Sie brauchen oft mehr Zeit im Topf, aber weniger Handgriffe und deutlich weniger Zutaten als viele heutige Rezepte.
Wir geben bei jedem Rezept die Umrechnung an. Als Faustwerte gelten: ein Kaffeelöffel entspricht etwa 3 Gramm, ein Esslöffel Mehl rund 10 Gramm, «Butter in Walnussgrösse» etwa 20 Gramm.