Lebensmittel ohne Kühlschrank lagern – so machte es Oma
Lebensmittel ohne Kühlschrank zu lagern war bis in die 1960er Alltag: Keller, Speisekammer, Butterglocke. Welche Methoden heute noch tragen – und welche auf einem Irrtum beruhten.
Bevor es Tiefkühltruhen gab, wurde der Sommer eingekocht. Die Methoden aus alten Haushaltsbüchern — mit den Originalangaben und der ehrlichen Einordnung, was davon heute noch sicher ist.
Die Vorratshaltung war bis in die 1960er-Jahre keine Freizeitbeschäftigung, sondern Notwendigkeit. Ein Kühlschrank stand in den frühen 50ern nur in wenigen Haushalten, eine Gefriertruhe praktisch nirgends. Wer im Februar Bohnen essen wollte, musste sie im August ins Glas bringen.
Bei Obst, Marmelade und sauer Eingelegtem kannst du den historischen Angaben weitgehend folgen. Bei säurearmen Lebensmitteln — Bohnen, Erbsen, Pilze, Fleisch — gelten heute höhere Temperaturen und längere Zeiten als in vielen alten Büchern. Wir nennen beide Werte.
Sauber gearbeitet und kühl gelagert ist eingewecktes Obst ein bis zwei Jahre haltbar, Gemüse etwa ein Jahr. Wölbt sich ein Deckel, gehört das Glas ungeöffnet in den Müll.
Bei Obst und sauer Eingelegtem in der Regel ja. Bei Bohnen, Erbsen, Pilzen und Fleisch nicht ungeprüft — hier liegen die heutigen Empfehlungen höher.
Inhaltlich keiner. «Einwecken» geht auf die Firma Weck zurück, deren Gläser sich so durchgesetzt haben, dass der Markenname zum Alltagswort wurde.
Nein. Ein hoher Topf mit Deckel und ein Tuch am Boden reichen aus. Ein Automat hält die Temperatur nur konstanter.