Vorrat verwalten: Etiketten und das Vorratsbuch
Vorrat verwalten wie früher: was auf ein Etikett gehört, warum das Datum nicht auf den Deckel darf, wie ein Vorratsbuch geführt wird und wie das Regal geordnet ist.
Bevor es Tiefkühltruhen gab, wurde der Sommer eingekocht. Die Methoden aus alten Haushaltsbüchern — mit den Originalangaben und der ehrlichen Einordnung, was davon heute noch sicher ist.
Vorrat verwalten wie früher: was auf ein Etikett gehört, warum das Datum nicht auf den Deckel darf, wie ein Vorratsbuch geführt wird und wie das Regal geordnet ist.
Hülsenfrüchte trocknen wie früher: wann geerntet wird, wie nachgetrocknet und ausgeklaubt wird, warum eingefroren wird und warum alte Bohnen hart bleiben.
Eingekochtes prüfen: die Zeichen am geschlossenen Glas, was nach dem Öffnen zählt, welche Auffälligkeiten harmlos sind und warum das Ploppen kein Freibrief ist.
Walnüsse trocknen wie früher: warum sie zwei bis drei Wochen luftig liegen müssen, warum der Keller der falsche Ort ist und wann eine Nuss entsorgt gehört.
Wurzelgemüse einlagern wie früher: warum feuchter Sand besser hält als jede Kiste, warum nicht gewaschen wird und warum Möhren nicht neben Äpfel gehören.
Einkochen im Topf: warum ein Tuch auf den Boden gehört, wie man die Temperatur hält, wann der Backofen taugt und wo die Grenze des Verfahrens liegt.
Tomaten einkochen wie früher: warum moderne Sorten Säure brauchen, welche Tomaten sich eignen, wie man häutet und mit welchen Zeiten eingekocht wird.
Kohl einlagern wie früher: welche Sorte wie lange hält, warum die äußeren Blätter dranbleiben, die drei Lagerformen und wofür die Frostregel wirklich gilt.
Schmalz auslassen wie früher: welches Fett wofür taugt, warum es langsam gehen muss, wie Griebenschmalz angesetzt wird und wie lange es wirklich hält.
Rote Bete einlegen wie früher: warum die Schale beim Kochen dranbleibt, wie der Essigsud angesetzt wird und warum dieses Verfahren sicherer ist als Einkochen.
Die Vorratshaltung war bis in die 1960er-Jahre keine Freizeitbeschäftigung, sondern Notwendigkeit. Ein Kühlschrank stand in den frühen 50ern nur in wenigen Haushalten, eine Gefriertruhe praktisch nirgends. Wer im Februar Bohnen essen wollte, musste sie im August ins Glas bringen.
Bei Obst, Marmelade und sauer Eingelegtem kannst du den historischen Angaben weitgehend folgen. Bei säurearmen Lebensmitteln — Bohnen, Erbsen, Pilze, Fleisch — gelten heute höhere Temperaturen und längere Zeiten als in vielen alten Büchern. Wir nennen beide Werte.
Sauber gearbeitet und kühl gelagert ist eingewecktes Obst ein bis zwei Jahre haltbar, Gemüse etwa ein Jahr. Wölbt sich ein Deckel, gehört das Glas ungeöffnet in den Müll.
Bei Obst und sauer Eingelegtem in der Regel ja. Bei Bohnen, Erbsen, Pilzen und Fleisch nicht ungeprüft — hier liegen die heutigen Empfehlungen höher.
Inhaltlich keiner. «Einwecken» geht auf die Firma Weck zurück, deren Gläser sich so durchgesetzt haben, dass der Markenname zum Alltagswort wurde.
Nein. Ein hoher Topf mit Deckel und ein Tuch am Boden reichen aus. Ein Automat hält die Temperatur nur konstanter.